Bürgerschaftliches Engagement an Schulen: Eine empirische by Sebastian Braun, Stefan Hansen, Ronald Langner

By Sebastian Braun, Stefan Hansen, Ronald Langner

Auch im deutschen Schul- und Bildungssystem gewinnen Fragen nach Struktur, Funktion und Stellenwert des bürgerschaftlichen Engagements in zivilgesellschaftlichen Organisationsformen wie Vereinen zunehmend an Gewicht. Vor der Folie aktueller Debatten über bürgerschaftliches Engagement und Vereine in Deutschland fokussiert die Studie Strukturbesonderheiten und Vereinspraxis von Schulfördervereinen. Zu diesem Zweck wurde eine schulbezogene Sonderauswertung der bundesweit repräsentativen Freiwilligensurveys von 1999 bis 2009 mit einer quantitativen Vereinsbefragung und qualitativen Interviews mit Funktionsträgern von Schulfördervereinen verknüpft. Die Analysen lassen erkennen, dass sich in den letzten zwei Jahrzehnten eine weitreichende zivilgesellschaftliche Infrastruktur im deutschen Schulsystem etabliert und ausdifferenziert hat. Dabei spielen Schulfördervereine eine besondere Rolle – als funktionale Dienstleister für Schulen und auch als Themenanwälte für Eltern und Lehrer im Hinblick auf bildungsspezifische Anliegen von Schülern.

Show description

Read Online or Download Bürgerschaftliches Engagement an Schulen: Eine empirische Untersuchung über Schulfördervereine PDF

Best german_8 books

Sexueller Mißbrauch vor Gericht: Band 2: Materialienband: 15 Gerichtsprotokolle

Die Idee, dieses Buch herauszugeben, kam von Personen, die die Studie "Se xueller Missbrauch vor Gericht" vor der Veroffentlichung gelesen haben. Sie wollten die der Auswertung zugrundeliegenden Prozessprotokolle durcharbei ten, um die Verfahren als Ganzes nachzuvollziehen und um weitere Informa tionen zu erhalten.

Additional resources for Bürgerschaftliches Engagement an Schulen: Eine empirische Untersuchung über Schulfördervereine

Example text

Komplementäre und/oder alternative Strukturen individueller und kollektiver Bildungsprozesse an der jeweiligen Schule finanziert und unterstützt werden sollen.

Mehrfachnennungen. Prozentwerte. Datengrundlagen: Freiwilligensurveys 1999,2004 und 2009. Eigene Berechnungen. 1999 2004 2009 leitende Person aus Gruppei Organisation, in der Tätigkeit stattfindet 41,6 44,5 49,1 Freunde oder Bekannte, die dort aktiv waren 24,2 26,0 32,3 Familienmitglieder, die dort aktiv waren 10,3 7,3 9,9 Infonnations- und Kontaklstelle 1,7 5,0 8,0 Hinweise aus Presse, Rundfunk, Fernsehen 1,5 1,4 2,6 31,9 39,3 50,6 8,3 9,0 17,6 eigene Erlebnisse oder Erfahrungen, die dazu führten, aktiv zu werden Sonstiges Fast die Hälfte der Engagierten gibt im Jahr 2009 an, dass der Anstoß zur Mitarbeit auf diesem Wege erfolgt ist.

B. zum Bereich "Schule und Kindergarten" durchzuführen. Stichproben und Repräsentativität Mit einem Umfang von ca. 000 Interviews zählten bereits der erste und der zweite Freiwilligensurvey zu den größeren Bevölkerungsbefragungen in Deutschland. 000 Interviews erhöht (vgl. Tabelle 2-7). Grundgesamtheit der drei Surveys ist jeweils die Wohnbevölkerung Deutschlands ab 14 Jahren. Die drei Wellen wurden als COIDputergestiitzte telefonische Befragungen durchgefiihrt. Dabei wurden Haushalte 11 Die zentralen Merkmale der Freiwilligensurveys, die im Folgenden umrissen werden, orientieren sich in hohem Maße an den Methodenberichten von TNS Infratest Sozialforschung, die zu den Freiwilligensurveys erarbeitet wurden (Gensicke & Geiss, 2010; Gensicke, Picot & Geiss, 2006; Picot, 2001) sowie den Sonderauswertungen, die wir bereits durchgeführt haben (Braun, 201Ia).

Download PDF sample

Rated 4.48 of 5 – based on 15 votes

Published by admin